Politik und mehr aus Kalletal und Lippe

Aktuelles aus Kalletal und Lippe

Nachstehend finden Sie unsere aktuellen Themen und Berichte.

Wald- und Forstmuseum Heidelbeck

Stille Beerdigung?   

Was macht eigentlich das schicke neue Walderlebniszentrum Kalletal? Diese Frage wurde unverkehrt.de in letzter Zeit häufig gestellt.

Der letzte offizielle Stand war, dass sich Dr. Ute Röder vom Kreis Lippe und der Bürgermeister der Gemeinde Kalletal um Fördermittel kümmern. Vom BM vollmundig verkündet im Januar 2020: „Wenn das nun mit den Fördermitteln klappt, dann bauen wir das.“ (unverkehrt.de berichtete seit 2017 mehrfach über dieses Thema, siehe Archiv, Allgemeines)

Nun, nach der Präsentation des Feinkonzeptes (Kosten 123.000 Euro) im Februar des vergangenen Jahres ist eine merkwürdige Stille eingekehrt. (ED02042021)

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Kalletal lässt Blumen sprechen

Rosenkavalier unterwegs

Kalletal hatte mal wieder einen tollen Einfall, um den Bürgermeister in Szene zu setzen: Nicht zum Valentinstag, sondern rund um den Weltfrauentag mussten Rosen her. Dabei ist doch die Wahl gelaufen und es wäre an der Zeit, die Arbeiten zu erledigen, die eigentlich zur Aufgabenbeschreibung dieses Amtes gehören. (unverkehrt.de berichtete mehrfach über die Aufgaben und auch über „Sensationelles Kalletal", Archiv, Allgemeines)

Nun dann, Kalletal tickt bekanntermaßen anders und wir wollen einfach mal den Aufwand Revue passieren lassen, der hinter einer solchen Werbe-Aktion steht. (ED25032021)

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Viele Eigentore geschossen

Regionalplan OWL (Entwurf)

Am 23. und am 25. 03 2021 sollen Fachausschuss, Hauptausschuss und Rat dem fast sechs Seiten langen Beschlussvorschlag der Bauamtsleitung und des BMs zum Thema „Stellungnahme der Gemeinde Kalletal zum Entwurf des Regionalplans OWL“ zustimmen.

(Vorlage 32/2021) Nachzulesen im Internet unter: Gemeinde Kalletal - Rat und Verwaltung -Ratsarbeit – Vorlagen - 32/2021)

Wir sind gespannt.

Ob das wohl alle Entscheidungsträger so mitmachen? Oder ob das wohl alle lesen bzw. nachlesen?

Aber der Reihe nach.

Worum geht es?

Für den Regierungsbezirk Detmold wird derzeit der Regionalplan OWL neu aufgestellt. Grundlage dafür ist der Landesentwicklungsplan NRW 2017. (Nachzulesen im Internet unter Regionalplan OWL) Hier einige Auszüge:

Was regelt ein Regionalplan? (Auszug) (HB19032021)

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„Im Kalletal blickt man weiter, als das Auge sieht“

so der Titel zum Fotopunkt an der Mühle Bavenhausen von Lippe Aktuell am 13.3.2021

Wir wollen den Blick auf die Kalletaler Abwassergebühren 2021 lenken.

Da sollte der Gebührenzahler weiter blicken als das Auge sieht. 

Auch 2021 langt die Gemeinde Kalletal bei den Kanalgebühren kräftig hin.

Da hat der Rat 2021 bei den Kanalgebühren nochmal einen kräftigen Schluck aus der Geld-Pulle der Bürger genommen. (WJ16032021)

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Aufstellungsversammlung der CDU Lippe zur Bundestagswahl

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Nach der lippischen SPD zieht nun auch die CDU Lippe nach: Sie entscheidet am 13. März 2021 in einer Aufstellungsversammlung in der Phoenix-Contact-Arena in Lemgo, wen sie für den Wahlkreis Lippe I in den nächsten Deutschen Bundestag schicken will. Kerstin Vieregge, amtierende Bundestagsabgeordnete, oder Lars Wilhelm Brakhage, derzeitiger lippischer CDU-Kreisvorsitzender - das ist die große Frage, die die etwa 300 erwarteten Mitglieder zu entscheiden haben. (unverkehrt.de berichtete mehrfach, siehe unten „Vieregge vs. Brakhage“, „Schon wieder Wahlkampf“ u. „Entlarvendes Interview“)

Ob bei deren Überlegungen die Wahl der SPD eine Rolle spielt?  (ED05032021)

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Gedankensplitter Februar 2021

Elegante Formulierungen

Am 18.02.2021 war in der Regionalpresse ein Bericht über den Baufortschritt an der Jacobischule in Kalletal-Hohenhausen zu lesen. Die Sanierung schreitet voran, so der Tenor.

U.a. ist zu lesen:

Die technische Ausstattung sei ebenso gut vorangekommen wie die anderen Gewerke im coronabedingt angepassten Zeit- und Kostenrahmen.

Was soll uns das sagen? (HB28022021)

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Kalletaler Finanzen

Vom Umgang von Rat und Verwaltung mit dem Geld der Bürger und den daraus resultierenden Folgen

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpa NRW) hat von Juli 2018 bis Oktober 2019 eine turnusmäßige Prüfung des Finanzgebarens der Gemeinde Kalletal durchgeführt. Dieses Mal wurde besonderes Augenmerk auf die Bereiche Finanzen, Schulen, Sport und Spielplätze gelegt. Ende Oktober 2019 wurde dem Rat das Gesamtergebnis präsentiert und den Ratsmitgliedern in Gänze übersandt.

Die Aufgabe der Gemeindeprüfungsanstalt ist es, die Kommunen aus NRW mit Blick auf Rechtmäßigkeit, Sachgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns zu prüfen.

Die Ergebnisse der Prüfung wurden in 75 Feststellungen und Empfehlungen zusammengefasst. (siehe hierzu Anlage zur Vorlage 130/2020 auf der Internetseite der Gemeinde) (der gesamte Prüfbericht ist auf der Internetseite der Gemeindeprüfungsanstalt nachzulesen- gpaNRW-Prüfberichte-Kalletal 2019)

Man könnte auch sagen, die gpaNRW hat Rat und Verwaltung 75 Ideen zur Nachhaltigkeit gegeben - zum nachhaltigen Finanz-Wirtschaften.

Nachhaltigkeit findet eben nicht nur bei/mit/in Elterntaxis, bei Müllvermeidung oder lokalen Einkaufsführern statt.(HB22022021)

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Balkongeschichten Februar 2021

Anzeigen-Klarheit und -Wahrheit im Nordlipper

Sonntag, am 07.02.2021: Frühstück bei Wolfgang und Lieschen.

Weiterhin Corona-Zeiten, es trifft sich nur die Großfamilie. Alle sind pünktlich. Letzte Nacht war Schneechaos. Auch Nico-Luis und Mia-Chantal waren nicht weg und sind ausgeschlafen.

Lieschen: (freudig) Kinder, wenn ihr wieder zur Schule geht, dann habt ihr ja demnächst frische und virenfreie Luft zum Atmen. Das finde ich gut.

Klaus-Wolfgang: Lieschen, woher hast du denn diese Erkenntnis?

Lieschen: Das stand in der Zeitung, die wir immer umsonst kriegen. Da ist zwar ein Haufen Werbung dabei, aber was soll’s…

Klaus Wolfgang: (fragend) Wann stand das denn drin? (HB10022021)

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Rathaus geschlossen - Presse willkommen

Sitzungen der Ausschüsse und des Rates fallen Corona bedingt aus, das Rathaus ist geschlossen - durchaus angemessen und nicht nur in Kalletal der Fall. Doch irgendwie muss doch die Show weitergehen und da hatte die Gemeinde Kalletal vor kurzem mal wieder eine ganz besondere Idee. Es wurde flugs zur Pressekonferenz gebeten. Und ob Sie es glauben oder nicht, wirklich alle Medien tanzten an: Lippische Landes-Zeitung und Westfalen-Blatt (als Bezahlmedien) sowie Lippe aktuell und Nordlippischer Anzeiger (als Anzeigenblätter) waren dabei. Die letzteren beiden, obwohl auf dem Markt durchaus Konkurrenten, halfen aber immerhin bei der Reduzierung der Kontakte, denn sie ließen ein und dieselbe Person berichten.

Was war denn jetzt eigentlich so sensationell, dass die Gemeinde Kalletal eine Pressekonferenz für ein Kalletaler Unternehmen in welchen Räumlichkeiten auch immer organisierte? (ED31012021)

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Gedankensplitter Januar 2021

Entlarvendes Interview

mit lippischem CDU-Chef

Die „große Politik“ drang im neuen Jahr auch bis ins Lipperland vor. Spannende Frage: Wer wird neuer CDU-Chef und damit möglicherweise auch Kanzler-Kandidat der Unionsparteien. Das war der Lippischen Landeszeitung (LZ) dann am 13. Januar 2021, vor dem virtuellen Parteitag am 16.01., auch ein Interview und Umfrage mit den lippischen CDU-Delegierten wert. Die CDU lässt nämlich über ihre Vorsitzenden nicht die Mitgliederbasis entscheiden, sondern wählt sich Delegierte, in Lippe vier an der Zahl von insgesamt 1001 in Deutschland, die den neuen Partei-Vorsitzenden bestimmen dürfen. Klar, dass bei dem vorausgesagten knappen Rennen die LZ neugierig war, für wen denn die vier Herren (versteht sich bei der CDU ja fast von selbst, dass keine Frauen dabei sind) stimmen wollen. (ED22012021)

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Grün-rote Spielwiese für Kalletal

Listenverbindung oder Koalition -

hoffentlich wissen sie, was sie tun…

EDa

 

Die Kommunalwahlen sind gelaufen, der neue Rat hat sich auch in Kalletal konstituiert. Verwundert hat die WählerInnen aber sicher, dass die Riesen-Unterstützung der BM-Hecker-Fans aus SPD, Grünen und CDU nach der Wahl nichts mehr wert ist.

Ende November verkünden die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Bündnis 90/DieGrünen, dass sie eine Listenverbindung eingehen wollen.

Warum macht man denn so etwas?

(ED08012021)

 

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Neujahrsgrüße 2021

Liebe LeserInnen,

zuerst einmal möchten wir uns herzlich bei Ihnen allen bedanken für das große Interesse, dass Sie uns in 2020 beschert haben. Das hat uns viel Freude bereitet und ist natürlich zugleich auch Verpflichtung und Ansporn.

Das Coronajahr 2020 hat für die ganze Welt große Herausforderungen und Veränderungen gebracht und das Virus wird wohl auch das Jahr 2021 noch lange und maßgeblich prägen, ganz zu schweigen von den Verwerfungen wirtschaftlicher und auch gesellschaftlicher Art, die daraus noch folgen werden. So wie vor Corona wird es wohl nicht wieder werden, auch wenn wir alle uns nach unserer alten Normalität sehnen.

  

Ob diese Erkenntnisse allerdings schon in Kalletal und Lippe angekommen sind...

(HB/UB/ED/WJ/AS31122020)

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Unverkehrte Weihnachtsgrüße

 

 


Gedankensplitter Dezember 2020 (2)

Was in Kalletal wirklich wichtig ist und für wen ?

Lippe ist NRWs Corona-Hotspot, Kontakte sollen eingeschränkt werden, Lippe hat eine Ausgangssperre. Nach dem 15. Dezember finden in keiner nordlippischen Stadt oder Gemeinde (und auch vielen weiteren) 2020 noch Sitzungen statt. Das ist angemessen zum Schutz der Entscheidungsträger und der interessierten Öffentlichkeit.

In Kalletal ist das anders.

Das Rathaus hat zwar vom 16. Dezember 2020 bis zum 8. Januar 2021 geschlossen, aber Rat und Ausschüsse müssen (zumindest teilweise) nochmal ran.

16.12.2020: Rechnungsprüfungsausschuss

17.12.2020: Rat

22.12.2020: Hauptausschuss

(HB19122020)

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Gedankensplitter Dezember 2020 (1)

Weitsicht

war der Titel des Gedankensplitters im Juni 2019 zum Thema „Neue Rettungswache Hohenhausen“ von unverkehrt.de (siehe Archiv) und das war wahrlich weitsichtig…  - aber für was und insbesondere für und von wem?

Am 24.10.2020 berichtete die Lippische Landes-Zeitung (LZ) in bekannter Form ohne Nachfragen zum Bau der neuen Rettungswache in Hohenhausen folgendes:

  • Der Kreis hält an seinen Plänen zum Bau der neuen Rettungswache fest, hat sie aber zeitlich verschoben, Auftragsvergabe voraussichtlich 2021.
  • Der Standort an der Rintelner Straße am Ortsausgang Hohenhausen in Richtung Rinteln wird vom Kreis trotz „Kurvenlage“ weiterhin für optimal gehalten.

Der Kreis verweist hier auf die Rettungswache Lemgo und die dort notwendige Ampel - das klingt nun wirklich nicht optimal. (UB01122020)

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Balkongespräche November 2020

Vom Bienengesumm und Windradgebrumm

Sonntag, am 15.11.2020:

Frühstück bei Wolfgang und Lieschen. Es trifft sich nur die Großfamilie. So ist das eben im Corona-November.

Philipp- Rene: Das Wetter ist nochmal extrem gut, darum geht’s nach dem Frühstück zum Waldbaden. Treffpunkt ist am Kirchberg in Varenholz, dann geht’s durch den Wald auf dem Dingelstedtpfad bis Kalldorf. Olli-Manfred und Nicki-Cornelia wollen auch mit, geht ja, weil man draußen Abstand halten kann. Deborah-Veronika als neue Ratsfrau kommt vielleicht auf halber Strecke dazu, fand Olli-Manfred erforderlich und sinnvoll. (HB18112020)

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Gedankensplitter November 2020

Schon wieder Wahlkampf?

Na, das war doch mal wieder eine tolle PR-Veranstaltung in Kalletal. Wir waren nach der Wahl ja fast schon auf Entzug. Aber Anfang November war es endlich wieder so weit: Da zierte das Verwaltungsduo Bürgermeister und Bauamtsleiterin (sie blieb ja dem Kalletal trotz BM-Kandidatur in Dörentrup leider erhalten) wieder die Gazetten bei einem Plattschüppen-Event. 

(ED08112020)

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Gedankensplitter Oktober 2020 – Fortsetzung Kalletaler Special

Der neue Rat tagt am 19. November 2020

Geht doch: Der alte Kalletaler Rat bleibt nun doch nicht für den Rest des Jahres 2020 im Amt. Nachdem unverkehrt.de am vergangenen Samstag über den Sitzungskalender der Gemeinde informierte, sah man sich dort doch genötigt, ihn zu ändern. Am 19.11. findet jetzt tatsächlich die erste Sitzung des neu gewählten Rates statt. Wir stellen fest: Sie lesen uns doch…! Aufgrund der relativ schnellen Korrektur gehen wir auch davon aus, dass die Kommunalaufsicht nicht mit dem Thema befasst war. (ED29102020)

 

Gedankensplitter Oktober 2020

Kalletaler Special:

Der alte Rat bleibt im Amt

Stellen Sie sich vor, es gab Kommunalwahlen und neue gewählte VertreterInnen, aber der alte Rat will einfach nicht gehen. Gibt es nicht, werden Sie denken. Doch: In Kalletal ist offensichtlich alles möglich. 

Lassen Sie sich überraschen. (ED24102020)

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CDU im Kreis Lippe steht vor Kampfabstimmung um Bundestagskandidatur

Vieregge vs. Brakhage

 

Was im Westfalen-Blatt (WB) am 2. Oktober 2020 als Paukenschlag verkündet wurde, lag wohl für jeden Politikinteressierten in Lippe klar auf der Hand: Lars Wilhelm Brakhage, Kreisvorsitzender der CDU Lippe, möchte in den Deutschen Bundestag. Und Kerstin Vieregge, derzeit für Lippe gerade dort vertreten, möchte bleiben

Da werden die Telefone wieder mal heiß laufen - bis am 31. Oktober 2020 in Lemgo die Entscheidung fällt.  (ED13102020)

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Balkongespräche Oktober 2020 (1)

Kalletaler Windwald soll weiterwachsen (2. Fortsetzung)

Nach Kalldorf ist nun Langenholzhausen dran - und das am FFH-Gebiet

 

Sonntag, am 04.10.2020: Erstes Frühstück bei Wolfgang und Lieschen nach der Kommunalwahl. Die Corona-Fallzahlen sind weiter gestiegen (auch in Bad Salzuflen, wo Ulli-Jürgen inzwischen weilt). Da sich weiterhin zwei Familien treffen dürfen, hat Philipp-Rene dafür gesorgt, dass Nicki-Cornelia und Olli-Manfred eingeladen werden. Philipp-Rene ist ziemlich sauer. Lieschen hat wie immer ein wunderbares Frühstück gezaubert.

Lieschen: Ich habe schon mal für alle einen Prosecco eingegossen und wünsche allen ein schönes Frühstück. Wir können froh sein, dass wir bisher von dieser Krankheit verschont wurden.

Philipp-Rene: Das finde ich auch. Scheinbar kommt das Kalletal in Sachen Windräder nicht so glimpflich davon.

(HB07102020)

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Kleine Wahlnachlese

Stellen Sie sich vor, es ist Wahl und nur gut die Hälfte geht hin…

Wie groß ist ein „überwältigender Sieg“? Davon war im Westfalen-Blatt nämlich die Rede beim Ergebnis der Kalletaler Bürgermeisterwahl. Gleich drei von vier Kalletaler Parteien (SPD, Die Grünen, CDU – in der Reihenfolge ihrer Entscheidungsfindung) hatten sich hinter dem Amtsinhaber versammelt, also ein klares Ergebnis war wohl absehbar. (ED27092020)

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Balkongespräche September 2020(2)

Kalletaler Windwald soll wachsen (Fortsetzung)

Samstag, der 5. Sept. 2020: Frühstück bei Lieschen ist angesagt. Die Infektionszahlen mit COVID-19 sind nicht gestiegen. Darum sind Olli-Manfred und Nicki-Cornelia auch gekommen, müssen aber später noch in den Wahlkampf. Ulli-Jürgen ist spät dran - Umzug und was so dazugehört. Lieschen hat das Gewächshaus geplündert und ein Super-Frühstück kreiert. Ulli-Jürgen ist ein wenig traurig, weil er so etwas künftig in der Badestadt vermissen wird.

Philip-Rene: (nachdenklich) Das mit den Windrädern am Dingelstedtpfad zwischen Kalldorf und Erder hat mir doch keine Ruhe gelassen. Leider glaube ich nun auch, dass unsere Kinder am letzten Dienstag Recht hatten.

Ulli-Jürgen: (ein wenig neugierig) Was meinst du damit?

Phillip-Rene: Die planen da wirklich Riesenwindräder.

(HB05092020)

 

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Balkongespräche September 2020 (1)

Kalletaler Windwald soll wachsen

Dienstag, der 01.09.2020, 20:00 Uhr. Sonntag waren die Kinder zum Grillen auf einem Hof im Kalletaler Norden eingeladen. Da war genug Platz, wegen der Abstände in Corona-Zeiten. Darum findet das gemeinsame monatliche Essen dienstags statt. Lieschen hat leichte Kost gezaubert, das späte Essen soll nicht so schwer im Magen liegen.

 

Philipp-Rene: (grinsend) Kinder, wie war das Grillen? Musstet ihr euch auch in Listen eintragen?

Nico-Luis: Das war doch eine Privatfete, da muss man das nicht.

Mia-Chantal: (nachdenklich) So Listen waren da aber. Man sollte unterschreiben, dass man für weitere Windräder ist. Die sollen im Waldgebiet auf den Kuppen zwischen Kalldorf und Erder am Dingelstedt-Pfad gebaut werden. Hab‘ ich aber nicht gemacht.

Philipp-Rene: Das ist bestimmt nur ein Gerücht. Der Kalletaler Bürgermeister hat noch am 27. August in der Ratssitzung berichtet, dass weder die Gemeindeverwaltung noch der Kreis Lippe von solchen Planungen was wissen…

Nico-Luis: Das kann eigentlich nicht sein, meine Freunde haben mir von drei geplanten Riesenwindrädern mit 160 Meter Nabenhöhe erzählt.( HB 02092020)

 

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Neuer Tourismustrend in Kalletal?

(Wind-)waldbaden

Zum Thema Windenergie berichten wir von unverkehrt.de seit vielen Jahren. (siehe Archiv) Zuletzt erschien im März 2020 unser Text „Windkraftchaos, oder doch nicht?“ (siehe weiter unten auf dieser Seite). Die Entwicklung der Windenergie in den letzten 5 Jahren war in Kalletal von Ungereimtheiten geprägt und ist durchaus mit dem bekannten Buch und Film „Unterleuten“ zu vergleichen.

(HB29082020)

 

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Internetseiten der Parteien im Test

Wer die Wahl hat ….

Wählen sollten natürlich am 13. September 2020 alle KalletalerInnnen. Aber wen? 

Seit Kurzem sind auch in Kalletal die Straßenlaternen mit Plakaten voll behängt.

Alle Parteien wollen Radwege, die einen fordern sichere, die anderen mehr…

Alle wollen Klimaschutz.

Alle wollen eine liebenswerte, lebenswerte und zukunftsfähige Gemeinde.

Aber wie wollen sie das konkret erreichen und was meinen sie damit?

Auf den Webseiten der Parteien kann man etwas mehr über die Ziele und die einzelnen Kandidaten erfahren.

(Mit Ausnahme Bündnis90/ Die Grünen, die fordern zwar immer schnelles Internet, aber…)

Mehr dazu in der PDF-Datei (UB24082020)

 


In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

wir möchten es Ihnen gerne noch einfacher und komfortabler machen unseren Texten zu folgen. Deshalb gibt es, wie Sie hier ja auch schon sehen können, einige Neuerungen. Die Startseite lädt künftig schneller, da Sie hier nur noch den Anriss zu unseren Berichten und Balkongesprächen finden. Und mit dem Download der PDF-Datei sind Sie dann auch schon direkt in der Druckversion.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Vergnügen mit unseren „etwas anderen News“.

Ihr

Team von unverkehrt.de

 

 

Fortsetzung des Artikels: Wer die Wahl hat... Kandidatenfragen....

Wenden Sie sich direkt an Ihre Kandidaten in den Wahlkreisen und an die beiden Bürgermeisterkandidaten. Löchern Sie sie mit Ihren Fragen.

Klartext statt Blabla

Das sollten Ihnen die Bürgermeister- und Ratskandidaten auf jeden Fall beantworten können.

Konkret nachgefragt mit dem vielfältigen Fragebogen von unverkehrt.de.

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Gedankensplitter August 2020(1)

Was alles so im Wahlkampf rein zufällig passiert…
oder
Hauptsache, die Presse ist beschäftigt…

Montag, der 10.08.2020, Bericht der Lippischen Landeszeitung:

Thron der Lüdenhauser Schützen spendet eine Familienbank für Bürger.

Zur Einweihung kamen der Hofstaat und Vorstandmitglieder des Vereins.

Zufällig war die Anwesenheit des Bürgermeisters bei der Einweihung dieses Geschenkes allerdings sicher nicht. Dazu hatte er denn doch selbst zu viele „Giveaways“ (Werbemittel) dabei. Der amtierende BM brachte rein zufällig einen 1000 Euro Scheck der Finke-Stiftung und zwei Decken mit Gemeindewappen für den Schützenverein Lüdenhausen mit. Sicher ein reiner Zufall, dass der Beirat der Finke-Stiftung ausgerechnet zur Kommunalwahl diesen Zuschuss für den Lüdenhauser Schützenverein beschlossen hat. (der einzige Gegenkandidat für den BM kommt aus Lüdenhausen)

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Wahlkampf in Kalletal ist für die CDU nicht leicht

Von Jägern und Gejagten

In der vorletzten Juli-Woche hatte die CDU-Fraktion Kalletal eine tolle Idee, sie wollte ihre beiden Langenholzhausener Ratskandidaten im Kommunalwahlkampf gegen den mächtigen Langenholzhausener SPD-Familienbetrieb unterstützen und zugleich der TUS-Vorsitzenden, Ehefrau des SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden und neuerdings Ratskandidatin bei „ihrem“ Thema „Kunstrasen für Langenholzhausen“ den Wind aus den Segeln nehmen. Die Pressemitteilung war schnell geschrieben und wurde in der Lippischen Landeszeitung (LZ) am 24. Juli 2020 veröffentlicht. Vollmundig wurde darin ein Antrag für den Rat angekündigt und die Verwaltung aufgefordert schnellstmöglich das Projekt beim Land anzumelden.

Die Reaktion kam prompt, allerdings ging aus CDU-Sicht der Schuss nach hinten los, denn ihre Kandidaten mussten „draußen bleiben“. Der nach eigenem Bekunden parteilose, aber sicher nicht unabhängige Bürgermeister und Kandidat traf sich flugs mit der TuS-Vorsitzenden auf dem Sportplatz in Langenholzhausen und brachte dazu noch die Landschaftsarchitektin im Bauamt und eine LZ-Mitarbeiterin mit. (LZ vom 31. Juli)  (unverkehrt.de hat nur die in Dörentrup wahlkämpfende Bauamtsleiterin vermisst, die sich sonst ja auch immer gerne auf solche Fotos stellt.) Medienwirksam wie immer wurden die Pläne in die Kamera gehalten und der BM beschied den kommenden CDU-Antrag mit den Worten: „Da können wir quasi bereits Vollzug melden.“ Das muss ganz schön weh tun, wenn man so vorgeführt wird…

Wird aber sicher nicht das letzte Mal bleiben!

Festzuhalten wäre jedenfalls, dass beide, SPD und CDU, auf den Kunstrasenplatz in Langenholzhausen setzen. Wen sollen aber die EinwohnerInnen wählen, die den wirklich toll gepflegten und sehr gut bespielbaren Rasenplatz behalten wollen? Die gibt es nämlich auch! Dieser Rasenplatz gehört zu den allerbesten im lippischen Norden. In vielen Vereinen hat sich zwischenzeitlich zudem der Pflegeaufwand auch für Kunstrasenplätze herumgesprochen (von weiteren negativen Folgen ganz zu schweigen) und sie verzichten gerne.

Einheitsbrei tut selten gut – und der Demokratie schon gar nicht. (ED07082020)

 

 

Nun ist es amtlich: Wasser fließt bergab!

 

Fließt Wasser manchmal auch bergauf?

Eigentlich könnten die langjährigen Mitarbeiter der Fachabteilung in der Gemeinde Kalletal diese Frage sofort beantworten - allerdings nicht nur die.

Aber nun ist diese Frage auch in Kalletal durch das Modellprojekt „Starkregen“ von Amts wegen beantwortet.

Der Bürgermeister der Gemeinde Kalletal war sich scheinbar unsicher und fand mit den Mitarbeitern des Fachgebiets Geodatenmanagement des Kreises Lippe Partner, den Fließweg des Wassers bei Starkregen zu ermitteln.

Wie der regionalen Presse zu entnehmen war, hat der Kreis Lippe unter Kenntnis der Regenintensität ein digitales Geländemodell erstellt und daraus Fließwege abgeleitet. Im Abgleich mit Erosionskarten und Luftbildern aus einer Drohnen-Befliegung gab es eine nahezu vollständige Übereinstimmung der digital ermittelten „Gefahrenstellen“ mit den tatsächlichen Schadensereignissen. Die Zusammenfassung aller zur Verfügung stehenden Daten durch die Kreis-Spezialisten, die in einer „geointelligenten“ Datei zusammengefasst wurden, führten zu dem Ergebnis:

Auch in Kalletal fließt das Wasser bergab - welche großartige neue Erkenntnis!

 

Seit Jahrhunderten fließt das Wasser auch in Kalletal bergab. Durch einige bauliche Veränderungen nimmt das Wasser allerdings geringfügig andere Wege - manchmal aber nicht einmal das. Auch in Kalletal wurde in uralte Tiefpunkte und natürliche Abflussmulden gebaut. Nun wird verwundert geschaut, wenn bei Starkregen die Keller überfluten. Aber nicht nur das.

Die natürlichen „Flutmulden-Gewässer und angrenzende Flächen“ wurden aufgefüllt, eingemauert und mehr. Nach jedem Starkregen wurde der Kampf mit der Natur verstärkt, die Mauern, Dämme, „Schlammbecken“ usw.  haben die Fluten aber nur zum Nachbarn geleitet, Starkregen braucht zum Abfluss eben Raum. Bergauf fließt das Wasser aber bis jetzt nicht, bei der ‚Art der Landwirtschaft‘ auch nicht langsamer. 

Eigentlich kennt jeder im Dorf die Gefahrenpunkte und Flutmulden, insbesondere die Mitarbeiter der Fachabteilung. Feuerwehrleute, die seit Jahrzehnten den angeschwemmten Müll entfernen, Keller auspumpen usw.… kennen sich da auch aus. Hochwassergefahrenkarten gibt es auch schon lange.  Erfahrene Ratsmitglieder z.B in Kalldorf, Bentorf und Lüdenhausen wissen seit Jahrzehnten, dass Wasser bergab fließt. Die Probleme in Kalldorf sind bekannt (nicht ohne Grund gibt es dort eine Umflut), ebenso in Bentorf  (nicht ohne Grund wurde in der Flutmulde mit Feuerlöschteich lange, lange nicht gebaut) und auch in Lüdenhausen (nicht ohne Grund war im Bereich eines Altenpflegeheims zuvor noch nie eine Immobilie, sondern ein Flutmulde mit Feuerlöschteich). Diese Liste könnte beliebig verlängert werden, insbesondere in den Weserdörfern.

„Starkregenkarten oder Sinkkasten- Management“ des Bürgermeisters sind da wohl eher unter dem Titel „The Show must go on“ einzuordnen.

Warum sonst dient der Bürgermeister dieses Thema nun auch noch dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen an und verbreitet das auf Facebook (und das ZDF nimmt auch noch dankend an). Dass altgediente Ratsmitglieder sich dazu hergeben, hat sicher besondere Gründe, aber ein erfahrener Landwirt, der auf dem Berg wohnt und genau weiß, dass das Wasser bei Starkregen nur in der tiefgepflügten Furche gen Dorf fließt….???

Dazu fällt uns nur eine Jahrzehnte alte Anekdote ein:

Bürgerversammlung der Gemeinde Kalletal in einer Gaststätte in Erder Anfang der 80-iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Wenige Wochen zuvor hatte die Weser Hochwasser und einige tiefliegende Straßen waren überflutet gewesen. Die Mitarbeiter des Wasserwerks wurden damals angewiesen mittels Lautsprecher durch Erder zu fahren und den Bewohnern mitzuteilen, dass die Weser Hochwasser hat und Straßen an der Weser nicht mehr zu befahren sind. Trotz ihres Protestes mussten die Mitarbeiter diese Nachricht verbreiten.

Der Gastwirt kam an den Tisch der Verwaltung.

Gastwirt: Herr Direktor, ich möchte mich ganz herzlich bedanken.

Direktor: Wofür?

Gastwirt: Dass Sie uns in Erder informiert haben, dass die Weser Hochwasser hat. Wir hätten das sonst sicher nicht gemerkt.

Direktor: Dafür ist die Gemeinde doch da.

Gastwirt: (Blickt aus dem Fenster auf die Weser) Na ja, soweit kann man ja auch aus Hohenhausen nicht sehen.

Es hat sich nicht viel geändert, in Wahlzeiten heißt es:

„The Show must go on.”(HB23072020)

 

 

SPD Kalletal

Alles beim Alten - mit zwei „stilvollen“ Ausnahmen

Nun hat also auch die SPD Kalletal ihre Ratsmannschaft für die Wahlen am 13. September 2020 komplett. Das muss eine ganz schön schweißtreibende Geschichte gewesen sein, denn der Vorsitzende sah sich genötigt, Ratskandidaturen wie Sauerbier anzubieten. unverkehrt.de berichtete darüber bereits im April dieses Jahres (siehe unten), nachdem die SPD auf ihrer Homepage einen Aufruf an interessierte BürgerInnen veröffentlicht hatte und bat, sich bei Interesse an Ratsarbeit zu melden, nicht einmal SPD-Mitglied musste man dafür werden. In Lüdenhausen etwa wurden sogar bis kurz vor der Delegiertenversammlung noch Flugblätter verteilt.

Es muss sich aber wohl keiner gemeldet haben und nun die Überraschung: Der bisherige Lüdenhausener SPD-Ratsherr hat sich doch breitschlagen lassen und will es noch einmal versuchen, die Interessen seines Dorfes zu vertreten. Auch andere Mitglieder, die sich schon kurz nach der letzten Wahl in die innere Emigration zurückgezogen hatten, sind urplötzlich doch wieder an Bord.

Dafür hören zwei Personen auf, mit denen wir bei unverkehrt.de nicht wirklich gerechnet hätten. Das dürfte der SPD schon wehtun, denn André Bierbaum (Erder) und Onno Wörmann (Bavenhausen) waren über viele Jahre sichere Garanten für ein Direktmandat dieser Partei. Dennoch bleibt - bis auf zwei Ausnahmen - alles mehr oder weniger beim Alten, denn die, die neu in einem Wahlkreis antreten, waren bereits als Sachkundige BürgerInnen in der Fraktion aktiv.

Und nun sind Sie neugierig, wer denn dem Aufruf des Vorsitzenden gefolgt ist? Sie werden es nicht glauben: seine Ehefrau hat ihn und seine Not erhört!!! Ist ja auch peinlich, wenn man den Rat nicht verkleinern will und dann seine Wahlkreise nicht besetzen kann. Langenholzhausener SPD-Politik ist damit voll in Familienhand. (Anmerkung von unverkehrt.de: Hoffen wir mal, dass sie Neubürger herzlich willkommen heißen… - verstehen nur Insider, musste aber einfach an dieser Stelle sein. Sorry!)

 

Der weitere SPD-Neuzugang scheint ebenfalls aus großer Not geboren: Ein Demnächst-Ruheständler der Gemeinde Kalletal (und obendrein auch bis dahin noch Personalratsvorsitzender) bewirbt sich um ein Ratsmandat in Stemmen, will sich also in den Aufsichtsrat seines ehemaligen Arbeitgebers setzen. Schlimmer geht’s nimmer!

Nur eine Frage des Stils? Nun, über die Beteiligten und die SPD-Führung sagt das eine Menge aus… Es ist fast zu befürchten, dass sie daran nicht einmal einen Gedanken verschwendet haben. Bleibt die Hoffnung, dass die WählerInnen darüber mehr nachdenken. (UB14072020)

 

 

CDU Kalletal

Arm an Demokratie und Frauen

Auf diese Erklärung hat unverkehrt.de ja schon länger gewartet (siehe auch unten „Felix Kalledonia?): Bei der Bürgermeisterwahl setzt sich die CDU Kalletal wie schon 2015 für Amtsinhaber Mario Hecker ein. So ist es in den Bezahlmedien zu lesen. Der Gemeindeverbandsvorsitzende Volker Preuß begründet das folgendermaßen: „Mario Hecker war und ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Er hat die Erwartungen, die wir mit seiner Unterstützung vor fünf Jahren in ihn gesetzt haben, voll erfüllt. (Anmerkung unverkehrt: schwer vermittelbarer CDU-Funktionär auf Kämmerer-Posten) Das stand für uns nie in Zweifel. Gemeinsam mit Mario Hecker werden wir auch in den nächsten fünf Jahren die Herausforderungen in der Gemeinde bewältigen.“ Also da darf man schon Zweifel haben und könnte ins Grübeln kommen.

Fakt ist jedenfalls, dass die Mitgliederversammlung zur Nominierung der Kalletaler CDU-Ratskandidaten und einer -kandidatin schon am 9. Juni 2020 in der Sporthalle in Bavenhausen stattfand und erst am 19. Juni berichtete das Westfalen-Blatt, die Lippische Landes-Zeitung zog dann am 22. Juni nach. Immerhin arbeitet die LZ so seriös, dass wir nun auch wissen, dass der Ursprung der Zeitungstexte auf einer CDU-Pressemitteilung beruht und die CDU wohl ein Interesse an der Deutungshoheit über diese Versammlung behalten wollte. Komisch ist nur, dass auf der Mitgliederversammlung in Bavenhausen vom Amtsinhaber nicht die Rede war. Der „Nordlippische Anzeiger“ war vor Ort dabei und ihm ist zu entnehmen, dass die CDU auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ganz bewusst verzichtet und die Kandidatur von Kandidaten mit Wohnsitz in Kalletal in anderen Städten und Kommunen begrüßt. Ja geht’s noch? Wer soll denn da veralbert werden…

Es bleibt festzuhalten, der Text im Nordlipper stammt vom Heckerschen Hofberichterstatter, der mit Sicherheit noch am selben Tag ein solches Statement wie aus der CDU Pressemitteilung vom Gemeindeverbandsvorsitzenden hinaus in die bunte Social Media-Welt gepostet hätte. Doch leider konnte er wohl nichts berichten.

Was für ein Armutszeugnis der CDU Kalletal! Da hat man eine Mitgliederversammlung und lässt sie beschließen, keinen eigenen Kandidaten zu präsentieren. Zum Amtsinhaber kein Wort, und das, obwohl der BM in Bavenhausen ein Heimspiel gehabt hätte. Und ein paar Begrüßungsworte hätte der sicher gerne gesprochen und für einige nette Fotos posiert. Es nagt schon, dass die SPD schneller war mit ihrem Hecker-Bekenntnis. Und das lässt sich den Mitgliedern nicht so richtig gut verkaufen. Und Kalletaler BM-Kandidaturen in anderen Gemeinden zu begrüßen, ist ja wohl ein Eiertanz ganz besonderer Güte. Hinterfragt so etwas in dieser CDU wirklich niemand mehr?

Doch nun zu der Wahl, die die Mitglieder immerhin beim Ratspersonal hatten. Hut ab, die CDU hat alle Wahlkreise besetzt, was in diesen Zeiten kein leichtes Unterfangen ist. Ein Generationenwechsel wurde eingeleitet, das ist wichtig und auch richtig. Doch wenn man sich die Mannschaft dann anschaut, stellt sich schon die Frage, wer den vielen „Neuen“ denn jetzt was beibringen könnte über Kommunalpolitik, über Satzungen und Verordnungen und vor allem die Aufgaben eines Rates. Ohne in Nostalgie zu verfallen und jemandem zu nahe zu treten, aber zu den Hoch-Zeiten dieser Partei saßen andere „Kaliber“ im Rat. So wird wohl der Kämmerer weiterhin unbehindert seine Strippen ziehen. Und damit auch alles unter Kontrolle bleibt (nicht, dass sich die Jungen eines Tages emanzipieren, unangenehme Fragen zu Windkraft, Grundstücksangelegenheiten und vielen anderen Dingen stellen), kandidiert seine Ehefrau - sie ist die einzige Frau in der CDU-Mannschaft - in Bavenhausen und sitzt damit zukünftig in der Fraktion, da klappt’s dann noch besser mit den Infos aus erster Hand… Auf dass er auch weiterhin bei seinem Chef liefern kann. Diesmal hat’s schließlich hingehauen: Der Gemeindeverbandsvorsitzende erklärt, dass die CDU Hecker unterstützt… Die Parteimitglieder konnten sich mit dem Thema leider nicht befassen. 

So wird es wohl ein frommer Wunsch bleiben, den Dirk Tolkemitt, Kalletaler BM-Kandidat in Bad Salzuflen, als Wahlleiter in Bavenhausen formulierte. Er hoffe, dass die CDU mit der anstehenden Wahl zur alten Stärke und Einigkeit zurückkehre…

Unverkehrt.de fehlt da der Glaube! (ED26062020)

 

 

Wahlkämpfer unterwegs

Mit Kindern oder doch lieber ohne…?

Kinder sind wichtig - überhaupt keine Frage. Und das denkt sich wohl auch der Kalletaler Bürgermeister im Wahlkampf. Zeitlich gut gewählt werden verschiedene Kinderspielplätze in der nordlippischen Gemeinde ertüchtigt und gemäht. Wer nun aber vermutet, dass die Kinder dabei im Mittelpunkt stehen, der sieht sich getäuscht. Erst einmal feiern sich Bürgermeister und seine Bauamtsleiterin selbst, schließlich bewerben sich ja beide um ein Bürgermeisteramt. Scheinbar muss Kalletal die Fotos für die Grünen-Kandidatin in Dörentrup gleich mitliefern. Klar, dass sich auch der eine oder andere Politiker (etwa der Vorsitzende des Bauausschusses) gerne mal dazustellt, wie in Harkemissen jüngst zu bewundern.

Man kann aus so einem Kinderspielplatz aber auch mehrtägige Events mit Fototermin machen. In Lüdenhausen etwa kamen erst der BM und seine Bauamtsleiterin, um sich vor Ort ein Bild zu machen, sie hatten Pläne dabei, die sie dann medienwirksam studierten, um einen Hauch von Kompetenz zu verströmen. Das nächste Mal muss der Bürgermeister dann in völlig neuer Funktion dort unterwegs gewesen sein: Er kam als Fotograf, um die Kletterlandschaft im Rohbau für den Kalletaler Anzeiger vom 9. Mai 2020 in Szene zu setzen. Das Anzeigenblatt wies ausdrücklich darauf hin, dass die Fotos von Mario Hecker selbst „geschossen“ wurden. (Übrigens nicht das erste Mal, auch bei der Story über den „Do-it-Yourself-Gottesdienst für Spaziergänger“ vom 25. April hatte er dieses Blatt mit seinen namentlich gekennzeichneten Fotos versorgt.)

Schon ein echtes Multitalent, dieser Kalletaler BM und sich eindeutig für nichts zu schade… Das lässt sich ja auch rund um die Uhr auf Facebook verfolgen, wo er die Nutzer sogar bei seinem Hochzeitstag mitfiebern lässt. Ein echter Popstar, so ein BM! Das ist doch das, was Sie alle unbedingt schon immer mal wissen wollten… Scherz! Oder sagen wir lieber, es ist eine Frage von Niveau. Beim jüngsten Husarenstück allerdings blieb unverkehrt.de echt die Spucke weg. Kuschelfotos mit Decke der BM-Familie im Autokino (Kinder vorne, Eltern hinten) – und natürlich war auch ganz zufällig mal wieder ein Fotograf der Vlothoer Zeitung zur Stelle. Wir finden: Dafür sind Kinder viel zu wichtig…!!! (ED17062020)

 

 

Balkongespräche Juni 2020

Kluge Tomaten

Sonntag, der 06.06.2020: Frühstück auf dem Balkon. Eigentlich war Frühstück im Restaurant geplant, aber nach den Entwicklungen in Leer in Niedersachsen (mehrere Infizierte nach Restaurantbesuch, Geschäftsführung und Betriebsrat der Meyer-Werft Papenburg immer noch in Quarantäne) war dann doch wieder der eigene Balkon angesagt. Olli-Manfred und Nicki-Cornelia sind früher als geplant eingetroffen. Zwei Familien, das darf man ja wieder. Lieschen hat den Tisch aber noch nicht gedeckt.

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